Ich bin ein Star, lasst mich hier drin!
Sunday, August 30th, 2009Mal ehrlich, ich kann diese Kacke nicht mehr mit ansehen.
Natürlich bin ich genau deswegen auch reingetreten und weggegangen. Über Stars und Sternchen oder was sie schon immer über so genannte Künstler und ihre Marmeladen wissen wollten und nie zu fragen trauten.
Das Internet, unser aller Bühne, mausert sich in diversen Ballungsgebieten zu regelrechten Brettern die die Welt bedeuten. Zumindest genau dort und nur dort, allerdings merken die aufstrebenden Berühmlichkeiten das leider nicht - niemals - nie.
Bei genauerem Betrachten scharren sie gezielt und natürlich völlig unmutwillig eine Ansammlung von Anhängern um sich herum und bei Bedarf ficken sie sie natürlich auch. ( Soll ja jeder auf seine Kosten kommen.) Dann werden entsprechende Anhänger fotografiert, verkünstlert, gefärbt, bemalt und natürlich in den geheimen Kreis geladen.
So weit so gut. Das erste Bild ist raus und alles jubelt. Leider langt jegliche Kreativität maximal bis Bild 2 und dann erwartet uns auf den Brettern die, die Welt bedeuten nur noch ein Abklatsch von Bild 1, und noch einmal, und wieder und immer wieder. Da ja, im Hintergrund, brav weiter gefickfotografiertgebröselt wird, bleibt eben genau das ganze jubeltechnisch auf einem Level.
Das dort keinerlei Weiterentwicklung, nein im Gegenteil: Rückschritt- zu sehen ist, stört niemanden. Wenn du nicht zum inzestiösen Kreis der Stars und Sternchen gehörst dann bist du raus, du bist dann nicht in der Band.
Die Prominenz hingegen, darauf angesprochen, dass ihr Bestehen lediglich nur auf der einen oder maximal der anderen Plattform honoriert wird in dem Claqeurmaße wie es ihnen ja zuzustehen scheint, diese Prominenz also antwortet auf die Frage: warum ihre Bilder langweilen, warum sie immer gleich sind, gleiche Farben, gleiche Szene, gleiche Texturen, gleiche Scheisse ? antwortet ganz souverän und lapidar, dass das keineswegs Wiederholungen oder gar unkreatives Desaster sei, nein, das seien Wiedererkennungswerte, eigene Handschriften oder gar Alleinstellungsmerkmale. Vielleicht mit etwas guter Laune gibt es noch einen kameradschaftlichen Klaps auf die Schulter und ein gönnendes: du hast auch Talent.
Ja, danke aber auch und ich brauche nichtmal irgendwelche Ausreden wenn ich nur Kacke zeige, keinen quersitzenden Furz, keine Liebeskrise, keine Schwangerschaft oder den Tod der Großmutter. Ich zeig sie halt aber wenigstens ist meine Kacke, anders, jedesmal.
Schade nur, dass soviel ursprüngliches Potential, durch die Scheinwelt der applaudierenden Fans in einem Anfangstadium und in einem Internetghetto, versteinert. Keine Weiterentwicklung in Richtung Kunst aber dafür jede Menge rosa Brillen und TüTü Gedöhns um die eigenen Starallüren.
In dem Fall und allen anderen auch kann es nur dabei bleiben:
Ich bin ein Star, lasst mich hier drin.
Über den Fankurventellerrand hinaus, ist maximal noch ein großes, schwarzes Loch, wer bleibt da nicht lieber in seinem schön dekorierten Dschungel der Eitelkeiten.
Dann wird Amon ein It-Boy und ich ein It-Girl, wir beide haben dann so ‘nen kleinen Fotzenleckerdingens unterm Arm geklemmt und tragen Ed-Hardy Shirts. Obwohl: Amon mit ‘nem SchiSchihündchen dann geht er nachher noch als Moshammer durch. R.I.P Rudi